Audi Q7, Standaufnahme, Farbe: Arablau

Audi zeigt mit Q7 viele Technik-Neuheiten auf der NAIAS

Audi Q7 mit vielen Technik-Neuheiten auf der NAIAS in Detroit

Mit dem Q7 der neuen Generation zeigt Audi auf der NAIAS (North American International Auto Show) in Detroit, Michigan vom 12.-25. Januar 2015 der Öffentlichkeit viele technische Innovationen.

Direkt vorab: Ich empfinde die Optik des Q7 nahezu als komplett misslungen: Der SUV sieht aus wie ein Toureg mit Bügelfalten. Langweilig, ohne optische Finesse und in etwa so aufregend wie kalter Espresso. Die Leuchteinheiten erinnern zu stark an den neuen TT, die seitlichen Sicken ohne Emotionen gerade durchgezogen, und selbst das Dach hat eine kaum sichtbare Coupéform. Traurig – was sich z. B. auch in Twitter-Feedbacks wie hier auf einem Tweet von Hilton Holloway stark widerspiegelt.

Doch entschädigt wird man zumindest im Inneren des Fahrzeugs durch viele neue technische Highlights. Und wenn man mal ehrlich ist: In so einem SUV sitzt man deutlich häufiger im Innern als vor dem Äußeren.

Was gibt es also Neues im Detail beim Q7 der nächsten Generation?

Innenraumkonzept

Bleiben wir zuerst einmal bei den inneren Werten:

Neben Standardsitzen sollen optional auch Standardsitze mit Klimafunktion, Sportsitze, Sportsitze mit Pneumatik und der Individualkontursitz (bis zu 18 Verstellmöglichkeiten und gegen Aufpreis auch zusätzlicher Massagefunktionen) im späteren Angebot zu finden sein. Es wird eine dritte Sitzreihe geben, die per Umklappmechanismus aufgerichtet werden kann und den Q7 zum Siebensitzer auswachsen lässt. Die hinteren Sitze können über Wipptaster (die im Bereich der C-Säulen und im Kofferraum positioniert sind) elektrisch hochgestellt und abgesenkt werden.

Die Kofferraumklappe ist serienmäßig elektrisch zu betätigen. Mit dem keyless entry (Komfortschlüssel-Funktion) wird diese um eine Gestensteuerung ergänzt, so dass ein mittiger Schwung mit dem Fuss im Bereich der Heckklappe ausreicht um diese zu öffnen.

virtual cockpit

Dem Betrachter springt das neue virtual cockpit mit vollflächig integriertem, diagonal 12,3 Zoll großen, TFT-Screen entgegen, der auch schon im aktuellen TT zu bestaunen ist. Beim Q7 sitzt weiterhin ein zweiter Monitor auf der Mittelkonsole und zeigt die zumeist schon vertrauten Inhalte des MMI Navigation plus.

Viel Wert wurde übrigens auch auf die Optik aller Bedienelemente gelegt, die durchgängig von umlaufendem Aluminium geziert werden. Dabei wurde – wie ebenfalls schon im TT – versucht, die Anzahl der Tasten auf ein Minimum zu reduzieren, damit ein möglichst übersichtlicher Innenraum entstehen konnte und die Ergonomie im Vordergrund steht.

Audi connect

Ja, der Q7 wird vernetzt sein wie nie ein serienmäßiger Audi zuvor: Audi connect verbindet den neuen Audi Q7 mittels LTE-Standard mit dem Internet und bietet Insassen damit bis zu 100 Mbit/s Download-Geschwindigkeit -wenn der Empfang stabil genug und der Mobilfunkvertrag dies denn hergeben.

Der Fahrer kann hingegen vor allem die Services von Audi connect nutzen: Angefangen bei Echtzeit-Verkehrsinformationen, weiter über die Navigation mit Google Earth und Google Street View bis zum Online Media Streaming. Audi gewährt dabei Zugriff auf das Personal Web Radio von Aupeo! und auf Napster. Das kennen wir schon aus vorherigen connect-Services. Aber:

Highlight des Audi connect ist das Audi smartphone interface holt „Apple Car Play“ und „Google Android Auto“. Wird ein iOS (ab Version 7.1)-Gerät oder ein Android-Handy (erst ab Lollipop) am USB-Port angeschlossen, so ruft sich im Audi smartphone interface die entsprechende Oberfläche auf. Beide sind für die Nutzung im Auto maßgeschneidert. Neben Online-Musik lassen beide Plattformen Navigationsfunktionen, Benachrichtigungs-/Terminerinnerungen und Messaging-Funktionen zu. Später soll das Angebot durch zahlreiche bekannte und weit verbreitete Applikationen wie zum Beispiel Pandora, Spotify und WhatsApp erweitert werden.

Strike x 5: Online-Updates der Navigationskarten

Die Navigationsmaterialien können im Q7 auf drei möglichen Wegen aktualisiert werden:

  1. Per Online-Update: Aktualisierung des Kartenmaterials über die LTE-Verbindung direkt ins Auto (Während des Online-Updates im Auto funktioniert die Navigation ohne Einschränkung weiter).
  2. Per myAudi.de: Daten am Rechner auf der myAudi-Plattform unter www.audi.de/myaudi downloaden und via SD-Karte ins Auto übertragen.
  3. Per Installation beim Händler: Installation vor Ort beim Audi-Händler.

Das MMI Navigation plus gibt einen Hinweis aus, wenn aktuellere Software vorliegt als bereits installiert ist. Der Update-Zyklus beträgt sechs Monate, die ersten fünf Updates sind für Audi-Fahrer kostenfrei. Dabei ist frei wählbar, ob entweder die komplette Europa-Karte oder nur einzelne Regionen aktualisiert werden soll.

Die 2. Lösung über myAudi.de wird übrigens auch bereits bei den aktuellen A3 (ab BJ 2013) angeboten.

Details zum Äußeren des Q7 im nächsten Beitrag.


Beitragsbild aus dem Audi Pressekit (Audi Q7, Standaufnahme, Farbe: Arablau Kristalleffekt, ID Q7150011)